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Am Anninger

An einem herrlichen Herbsttag treffe ich Eva am Parkplatz beim Anninger. „Von oben fahren” oder „die letzte Passage noch einmal durchgehen”, das waren die Optionen. Ihr die Entscheidung überlassend, wählt Eva Variante 2, wohl wissend, dass ich sie noch nie durchfahren konnte 🙂
Dieses Mal offerierte sie mir sogar 2 Varianten für die letzte Passage.
Einfach drüber über die letzte Kuppe und hinunter. „Da kommt es vor allem auf den Mut an”, meinte sie.
Und:
Die technisch schwierigere Variante, die zunächst über die Wurzeln und dann in den letzten Teil des Steilstücks führt.

Eva entscheidet sich dafür, mit der „Mut Variante” zu beginnen. Wir gehen die Linie durch, die ich fahren soll und ich präge sie mir ein – mehrmals sozusagen. Und weil es bei dieser Variante meines Erachtens ohnehin bloss ein „hopp oder tropp” gibt, gehe ich zur Schlüsselstelle und schaue sie mir noch einmal an. Dann steige ich auf mein Rad und fahre hinunter. Sogar 2 Mal.

Bei der technisch schwierigeren Variante bleibe ich zunächst wieder – wie früher – vor der Kurve stehen. Vor dem 2. Versuch sage ich mir: “Jetzt wirst Du durchfahren. Keine Diskussion”. Und es klappt.
Eva’s Seufzer der Erleichterung war gross – so gross wie meine Freude, es geschafft zu haben.

Die Vorbereitung drauf war perfekt gewesen. Kurven üben in Bad Vöslau war extrem hilfreich und für das „einfach Hinunterfahren” war die positive Erinnerung an ähnliche Stellen des Single Trail am Wexl entscheidend, ebenso die Gegebenheiten im Bike Park am Wienerberg.

„Vor einem halben Jahre hättest Du das nicht gekonnt”, meinte Eva. Definitiv nicht.
Ein gutes Konzept Ihrerseits und mein Üben andrerseits haben zu diesem positiven Tag heute beigetragen.
Ein perfektes Timing, das einen Coach mit viel Erfahrung braucht.💐