Fantasie – Imagination, Joseph Cornell im KHM

cornell

Joseph Cornell

Joseph Cornell im KHM

geboren 1903 im Staat N.Y. in den USA.
Als Kind liest er Grimms – und Andersen Märchen (seine Eltern haben Vorfahren aus den NL).
Zeichen, malen? Fehlanzeige. Akademische Studien ? Detto.

Mit diversen Jobs unterstützt er seine Mutter und seinen Bruder und beginnt zu sammeln. Alte Postkarten, alles Mögliche vom Flohmarkt. Stapelt es zuhause und dann macht – nein kreiert er das Unglaubliche. Er setzt mit diesen Utensilien Szenen aus Europa zusammen und präsentiert sie in kleinen Schaukästen. Der Ausbruch des Vesuvs, Szenen aus Städten, Dichter, Prinzessinnen – ein unendlich breites Spektrum , das er  abdeckt.
Gewesen ist nie irgendwo, er hat sein Land nie verlassen. Und dann diese faszinierenden Artefakte. Echt sensationell.
Später hat er dann Künstlerkollegen kennengelernt. Leben von seinem Werk konnte er allerdings nie.
Als Musiker steht man fasziniert vor diesen Szenen.
Fantasie, selbstverständlich. Aber auch – und vor allem Freiheit. Freiheit, seine eigenen inneren Bilder Gestalt annehmen zu lassen. So wie es einem entspricht.

Beim Hinausgehen fällt mir wesentlich Profaneres ein. Nämlich Karl May mit seinen Winnetou und Old Shatterhand Geschichten. Und der ( K. M) war ja auch nirgendwo.

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Joseph Cornell, born 1903 in the state of New York, U.S.A. Never left his homeland, never got an academic education, could not paint, nor draw, nor sculpt. Worked blue collar jobs to support his family.
And yet he created the most wonderful artefacts by collecting old postcards and stuff from flea markets. He put them together to make little scenes and displayed them in small boxes.

The most astonishing thing, though, is that the scenes he created by means of his fantasy only are scenes from “Old Europe”, reaching back to the eruption of Mount Vesuvius in A.D. 79. His imagination led him to create scenes from various cities, where he met poets and princesses.

All these marvelous artworks are currently in display at the KHM in Vienna.
Unfortunately he could never make a living from his artwork. Perhaps today? Who knows.

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