MUSIK – EIN LEBENSLANGES ABENTEUERuntitled-5-Edit-2

Klavier gespielt habe ich mein Leben lang, lange bevor ich überhaupt lesen konnte. Den ersten richtigen Unterricht jedoch bekam ich mit 6 Jahren von unserer Organistin in Mauthausen. Sie hat mich gelehrt, dass Genauigkeit etwas Schönes ist und hat meiner Fantasie freien Lauf gelassen.
Von 10 bis 18 hatte ich den für mich besten Klavierlehrer in einer entscheidenden Phase. Die musikalische Bildung war umfassend, er war sehr ruhig und ein grossartiger Pädagoge. Er hat mir stilistisches Feingefühl und grundlegende musiktheoretische Kenntnisse vermittelt wie niemand anderer.

Ich habe dann viele Jahre mit Hilde Langer Rühl gearbeitet, einer sehr guten Pädagogin mit grossem Hintergrundwissen. Sie hat mich gelehrt, dass Wissen um die Dinge eine Bereicherung der künstlerischen Tätigkeit ist. Und eine absolutes Muss für eine gute Interpretation.

An der Universität für Musik hab ich neben Musikerziehung Kammermusik und Lied studiert. Wobei die Kammermusik mein definitiver Favorit war und ich in diesem Fach auch eine Auszeichnung bei der Diplomprüfung bekam. An der Hauptuniversität habe ich Geschichte studiert.
Ich habe sehr früh einen Lehrauftrag an der Musikuniversität erhalten und habe dann bis zu meiner Pensionierung im Jahre 2015 viele Jahre “Grundschulung Lied und Oratorium” am Institut für Gesang und Musiktheather unterrichtet.

KÜNSTLERISCHE TÄTIGKEIT

Ich habe Liederabende gespielt, sehr viele mit dem Bariton Wolfgang Holzmair, mit dem ich auch eine CD mit Mendelssohn Liedern aufgenommen habe. In besonderer Erinnerung ist mir eine „Schöne Müllerin” im Theather in Tunis. Schon damals – in den 80er Jahren habe ich den Gegensatz zwischen der Musik und der Kultur, die sie verkörpert und der Umgebung, dem Land und seinen Bewohnern sehr stark wahrgenommen.

2 Tourneen haben mich nach Japan geführt. Ich habe dort Liederabende gespielt, aber auch Klavierabende. Ausserdem hatte ich dort meine ersten Master Classes. Eine Tätigkeit, die ich in späteren Jahren sehr gerne gemacht habe.

Kammermusik hat mich mein ganzes musikalisches Leben begleitet und ich hatte das grosse Glück, immer mit exzellenten Musikern zusammenzuarbeiten. Mit Wilfried Gottwald, einem langjährigen Solo Klarinettisten der Wiener Symphoniker habe ich die Poulenc Sonate und die Jazz Variations von M.Garson aufgenommen.

Einen entscheidenden Einfluss auf meine künstlerische und pädagogische Tätigkeit hat meine Verbindung zu den USA ausgeübt.
An der Western Illinois University sowie an der University of Minnesota in Minneapolis habe ich Master Classes „Deutsches Lied” gegeben und mit excellenten Musikern zusammenarbeiten dürfen.
Etwas Besonderes in ihrer Art sind die “L.I.F.E Classes” ( Learning Is For Ever) der Western Illinois University, wo emeritierte Professoren der Universität eine Reihe von Vorträgen halten, die ein ganz gemischtes Publikum ansprechen. Kultur für alle in einer wunderbaren Form.

Zusammen mit Marietta Dean, einer Kollegin von der Universität in Macomb, habe ich viele dieser LIFE Classes gemacht. Ein sogenanntes Gesprächskonzert mit Liedern und Klavier solo war der Abschluss einer Serie von Vorträgen zu einem bestimmten musikalischen Thema . Eine Form, Musik zu präsentieren, die die Zuseher von Anfang an teilnehmen lässt und ihnen die Rolle des passiven Zuhörers nimmt. Ein tolles Erlebnis.
“Fleeing Hitler” war eines dieser Programme; ein Programm mit Musik ausschliesslich von Musikern, die auf Grund ihrer jüdischen Abstammung vor den Nationalsozialisten fliehen mussten.
Es war mir immer wichtig, diese dunkle Seite österreichischer Musikgeschichte auch abzudecken und es nicht nur bloss bei den „schönen Dingen” zu belassen.
Diesen Teil unserer Vergangenheit deckte auch ein Programm im Jahre 1995 ab anlässlich des Gedenkjahres „50 Jahre nach dem Ende des 2.Weltkriegs”. Es war dies ein Programm mit Soloklavier, Gesang, Tanz und Sprache. Aufgeführt in Wien und Berlin.

Die in den USA im allgemeinen sehr positive Grundeinstellung Neuem gegenüber war eine Bereicherung in meiner künstlerischen und pädagogischen Entwicklung. Eine Grundeinstellung, die für mich auch für das Lehren essentiell war.

Foto: David Laudien


 

FOTOGRAFIE – mein “equipment”

Wenn es schnell gehen muss und ich eine absolut verlässliche Kamera brauche, dann verwende ich meine Nikon D700. Sie ist zwar relativ schwer und als “carry around” Kamera leicht suboptimal. Sie gibt mir aber das Gefühl, eine Situation und ihre Lichtverhältnisse im Griff zu haben.

Ansonsten habe ich noch 3 Fuji Kameras.
Eine X100 (ein Klassiker!), eine XPro 1 und eine XT10.

Ich verwende ausschliesslich Fixbrennweiten. Und Studiofotografie, das ist nicht wirklich „meines”. Ich habe es gelernt, aber nicht oft genug gemacht.

Ich habe für das Landgut Oberschwiebl in Grünau Fotos gemacht, Events fotografiert (keine Hochzeiten) und die Crew von Digitalberatung für deren website fotografiert.